Herren

Maßkonfektion – nur scheinbar ein Widerspruch in sich

„Maßkonfektion“ – ist das nicht ein Widerspruch in sich? Tatsächlich hat der Begriff nicht überall die gleiche Bedeutung. Für viele bedeutet „Maßkonfektion“ lediglich, einen bereits gefertigten Anzug von der Stange zu nehmen und von einem Änderungsschneider die Ärmel- und Beinlänge anpassen zu lassen. Bestenfalls werden zudem noch die Weiten geändert.

Bei Spitz Maßdesign gehen wir – natürlich – sehr viel weiter. „Maßkonfektion“ bedeutet für uns, dass wir Ihren Anzug individuell für Sie anfertigen – nicht nur einfach nach Ihren Maßen, sondern auch entsprechend Ihrer Wünsche hinsichtlich des Schnittes, der Materialien, der Farben und Futterstoffe, der Knöpfe und vieler weiterer Details. So entsteht ein gänzlich neuer Anzug, den es nur ein einziges Mal gibt.

Ebenso fertigen wir für Sie auch Ihre Abendbekleidung, Mäntel und Hemden und liefern Ihnen die passenden Accessoires.

Einige Beispiele aus unserem Hause finden Sie hier.

Neueste Modelle

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Ein Anzug, der alles andere als langweilig ist.

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Ein bisschen verrückt und irgendwo zwischem schlechtem Geschmack und mega-geil: Ein Jogginganzug aus silber-foliertem Jersey

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Sportlich legeres Sakko

Für die Herren, denen „formelle Kleidung“ zu formell ist, aber dennoch ein anständiges Sakko besitzen möchten.

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Herrenstoffe
Wolle

100% Schurwolle – Merinowolle

Unter reiner Schurwolle versteht man vom lebenden Tier stammende Wolle. Es dürfen also weder Alttextilien recycelt werden (Reißwolle) noch das Fell geschlachteter oder verendeter Tiere (Gerber- / Sterblingswolle) zugegeben werden. Wolle hat die unglaubliche Fähigkeit bis zu 33% ihres Trockengewichts an Wasser aufzunehmen, ohne sich feucht anzufühlen. Ihre Oberfläche stößt dabei noch Wasser ab. Schmutz wird von Wolle schlecht angenommen und sie knittert kaum, da die Faser sehr elastisch ist.

Merinowolle ist die erste Wahl für Ihren Businessanzug. Sie ist besonders weich und damit sehr hautfreundlich. Wenn Sie sich für eine Super 120 oder noch feiner versponnene Wolle entscheiden, erhöht sich der knitterarm Effekt nochmals. Hinter diesen Bezeichnungen verbirgt sich nicht, wie oft fälschlich angenommen, das Gewicht des Stoffes, sondern seine Dichte: Höhere Super Zahl bedeutet mehr, dünnere Garne auf einem Zentimeter.

Baumwolle

Baumwolle – der legere Sommeranzug

Ein Baumwollanzug wirkt immer legerer und sommerlicher als ein Anzug aus Wolle und irgendwie erinnern Baumwollanzüge meist ein wenig an große Terrassen, Afrika und Safari. Daher finden Sie gerade im Baumwollbereich eine große Auswahl an beige und grün Tönen. Auch weiße und crèmeweiße Baumwollstoffe bieten viele Hersteller an – eine Farbpallette, die im Wollbereich eine Seltenheit ist. Um den legeren Stil der Baumwolle zu unterstreichen werden die Taschen gerne auf das Sakko aufgesetzt.

Zumeist werden Baumwollstoffe uni hergestellt. Baumwolle mit Fischgrätenmuster und dazu eventuell noch zweifarbig gewebt, ist eine Rarität. Ebenso selten sind Mischungen aus Baumwolle und Wolle – das ergibt enorm elegante Sommeranzüge! Für einen Anzug geeignete Stoffe liegen hierbei im Bereich von 260 bis 320 Gramm pro laufenden Meter.

Leinen

Leinen – Edelknitter

„Leinen knittert edel“ – wohl der berühmteste Satz, den man über Leinen kennt. In den frühen 1980ern trug jeder Herr stolz seinen Leinenanzug und war damit überall gut angezogen. Heute legt man wieder mehr Wert auf ein „glattes“ Erscheinungsbild, so dass Leinenanzüge in den Freizeitbereich abgedrängt wurden.

Da Leinen angenehm kühl auf der Haut ist, hat man in wärmeren Ländern eine stärkere Beziehung zu diesem hier so stiefmütterlich behandelten Material. Jedoch stellen Webereien wie Loro Piana immer mehr Stoffe aus Mischungen zwischen Leinen und Wolle her. Die sommerliche, legere Optik bleibt somit erhalten, jedoch gewinnen diese Stoffe durch die Wolle an Elastizität und Geschmeidigkeit.
Reines Leinen ist ähnlich der Baumwolle zumeist uni. Bei den Mischgeweben finden sich immer wieder sehr schöne Streifen oder Karos.

Tweed

Tweed – Harris Tweed

Tweed ist ein besonders grober, langlebiger und warmer Wollstoff, der seinen Ursprung in Schottland hat.

Nachdem durch die industrielle Revolution das Handweben unwirtschaftlich wurde, haben lediglich die Webereien auf den äußeren Hebriden ihre Fertigungsmethoden beibehalten, deren qualitativ hochwertiger Tweed schon damals weithin bekannt war.Seit 1993 der Harris Tweed Act erlassen wurde, wird jeder Harris Tweed mit einem Echtheitsetikett versehen. So muss der Harris Tweed aus reiner Wolle sein, die von Hand durch Einwohner der Inseln Lewis, Harris, Uist und Barra gewoben, und auf den äußeren Hebriden gefärbt und gesponnen wurde.

Tweeds sind meist kariert, manche in Fischgrätenmuster gewebt. Tweedsakkos lassen sich gut kombinieren, wirken stets gut angezogen mit einem Hauch von englischem Landadel …

Mantelstoffe

Mantelstoffe

Der klassische elegante Mantel ist aus Kaschmir. Oft wird aus Kostengründen Kaschmir mit Merinowolle gemischt. Gerade helle Kaschmirstoffe sind besonders wertvoll, da dafür auch nur die hellen Haare der Kaschmirziege verwendet werden können.

Im eleganteren Sektor findet man auch Kamelhaarmäntel – ähnlich wie bei der Kaschmirziege, wird hier nur das Flaumhaar verwendet. Jedoch muss man es nicht umständlich auskämmen, sondern es fällt im Frühjahr einfach büschelweise aus.

Aus dem Baumwollbereich ist Moleskin der berühmteste Mantelstoff. So wurden daraus bereits früher Uniformmäntel gefertigt. Heute wird Moleskin eher leger verstanden. Das Material ist tendenziell „bockig“ und steif, aber auch unglaublich strapazierfähig und langlebig. Hier finden sich dann Gewichte bis zu 500 Gramm pro laufenden Meter.

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